Rindenknollen, Rindenkugeln

Rindenknollen sind eigentümliche Gebilde aus wirbelig gewachsenem Holz, die sich außerhalb des Kambiums im Rindenmantels eines Baumes bilden. Sie entstehen vermutlich aus Proventivknospen.

Sehr große Knolle an der Rinde ein alten Eiche. Die Knolle hat einen Durchmesser von ca. 8cm.



Ihre Größe schwankt zwischen wenigen Millimetern und ca. 10 cm.
Der Holzwirbel ähneln einer Maserknolle, jedoch besitzen die Rindenknollen nur nadeldünne Verbindungen zum übrigen Holzkörper des Baumes.
Im Unterschied zu Wasserreisern, bildet sich kein axialer Trieb, sondern ein wirbeliger Knoten.
Rindenknollen bilden sich am Stamm von Buche, Eiche, Bergahorn, Kirsche, Apfel, Pappel, Lärche und evtl. an weiteren Baumarten.
Einen Hinweis auf die mögliche Entstehung dieser Rinden-Gebilde habe ich in dem Buch von Gottfried Amann gefunden.
Aber auch schon frühere Autoren haben sich über die merkwürdigen Gebilde Gedanken gemacht und wissenschaftliche Arbeiten dazu verfaßt (siehe Hinweis). Übereinstimmend werden Rindenknollen nur an alten Bäumen und zumeist nur im unteren Stammbereich beobachtet. Ob auch die Knollen in den Chinesenbärten der Rotbuche aus schlafenden Knospen hervorgehen konnten die Fachautoren nicht klären.

Knuddel

Diese Holzverwachsungen bieten mir des Rohmaterial zu wunderschönen Handschmeichlern.
Die Knollen werden getrocknet, die Baumrinde entfernt und dann die spitzen kurzen "Nabel"-Verbindungen zum Holzgewebe des Baumes sowie andere scharfkantige Stellen gerundet und geglättet.


Weitere Informationen

Krick, Fr. Über die Rindenknollen der Rotbuche Cassel, 1891 T. Fischer

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  • 2009-02-06
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