Schwarzer Holunder
Holunderholz ist äußerst zäh, dicht und hart.
Das Holz ist von blaßgelber bis weißlicher Farbe mit einer eher reizlosen und unauffälligen Maserung. Zusammen mit der hellen Farbe und großen Dichte des Holzes vermittelt es das Gefühl einer frischen Kühle.
Alle Sproßteile, auch stärkere Stämme enthalten einen mit Mark gefüllten Kanal.
Äußerst attraktiv sind die Blüten und Früchte des Holunders nicht nur anzusehen, sondern insbesondere zu schmecken. Seit altersher sind die Früchte das Haus- und Heilmittel gegen die Widrigkeiten des Herbstwetters.
Weitere Namen
- Sambucus nigra L.
- wissenschaftlich
Es ist unklar, von welchem der beiden griechischen Begriffe sich die Bezeichnung ableitet:- symbike
- griech. Harfe
- sambyx
- griech. rot
- Sureau, Sumbéquier
- Frankreich
- Buzina
- Rußland
- Aalhorn, Vlier
- Niederlande
- Elder
- Großbritannien
- (Almindelig) Hyld
- Dänemark
- Sáuco
- Spanien
- Sabugerio
- Portugal
- Sambuco
- Italien
- (Vanlig, äkta) Fläder, Hyll
- Schweden
- Soc
- Rumänien
- Bodza(fa)
- Ungarn
- Mustaselja, Saksanheisi
- Finnland (saksa=deutsch)
- Holunder
-
- Holder, Holler, Hollerkenstruk, Hollern, Hollunder, Teeflieder
- allg.
Holla = Erka = Herka - Allhorn, Allhoorn
- Rotenburg, Bassum
- Ellen
- Angelsachsen
- Ellen, Ellhöern, Ellhorn, Ellhornbaum
- Ostfriesland, Bremen, Hadeln
- Haalern
- Münsterland
- hildir
- England
- hyll[e]
- Süd-Schweden
- Huoalern
- Westfalen
- Kelkenbusch
- Celle
- Keilkenbaum, Keilkeboom, Kiddeboom
- Ostfriesland, Saterland, Hannover, Braunschweig
Die Früchte heißen:
Keilken, Kelken (weil sie gegen Kolik helfen)
Kidde = Sproß, Stange - Kisseke, Kissekenbaum, Kissekenbeere
- Niederdeutschland
(wohl von Kirsche) - Quebeken
- Schlesien auch: Zibken
scheep, schiep (niederd.) = Schaf (Schafe fressen gerne Blätter des Holunders) - Quewweten
- Weimarer Gegend
quec (mhd.) = lebendig; wede = Holz; also: Lebensbaum - Früchte: Siekärn, Sükbärn
- Oldenburg (Beeren gegen Seuchen)
- Schibicken
- Erzgebirge
- Schotschken
- Anhalt
- Zottelfränsle
- Elsaß, Dehlingen
- Flieder, Fliederbaum
- Das ist die ursprüngliche germanische Bezeichnung.
Siehe auch Erläuterung bei syringa vulgaris
- đr[a]
- ist das germanische Baumnamen-Suffix
- vlēder
- mittelhochdeutsch
vlēderen, (ahd. fledirôn) = flattern - Fledder [-blömen, -boom]
- Ostfriesland
- fliodar
- altsächsisch
- vlier
- niederländisch
Biologische Daten
- Blütezeit
- Mai, Juni
- Früchte reifen
- August, September
- Größe
- bis 7 m und mehr
- Durchmesser
- bis 15 cm
- Erreicht ein Alter von
- bis zu 25 Jahren
Heilwirkung
Blüten, Blätter und Früchte finden medizinische Verwendung.
Als schweißtreibendes Mittel wirken die Blüten und Früchte bei Erkältungen. Die jungen Blätter wirken stoffwechselanregend bei einer Frühjahrskur.
Weitere Informationen
- Der Rote Holunder ist ein naher Verwandter des Holunders.
