Feldulme

Rinde einer jungen Feldulme
Feldulmenblatt
Feldulmenholz
Wegen der warmen braunen Färbung ihres Holzes taucht die Ulme immer wieder einmal in einer Modewelle der Möbelindustrie auf, verschwindet dann aber auch genauso aus dem Blickfeld der Massen.
So können sich dann auch Individualisten an ihrer herrlichen Struktur erfreuen.
Das Holz ist etwas dunkler und lebhafter rötlich als das der Bergulme, ja es ist schokoladenbraun gefärbt mit kräftig dunklen Frühholzringen. Das Holz ist recht hart, es läßt sich nur schwierig hobeln.
Der Übergang vom Kern- zum Splintholz ist fließend, bisweilen wird das Ulmenholz darum als Kernreifholz bezeichnet. Das äußere helle Splintholz läßt sich nicht verwerten, es ist von einer brüchigen Struktur.
Auch dem Holz dieser Ulme entströmt beim Bearbeiten ein süßlicher Duft der reichlich enthaltenen Gerbsäure.
Je nach Wuchsverhältnissen wächst die Ulme regelmäßig und gradlinig oder mit einer wilden und unruhigen Struktur. Beide Holzbilder haben ihre jeweils eigene Schönheit.
Besonders begehrt sind Maserknollen der Ulme, die jedoch zumeist zu Furnier verarbeitet werden.
Bei uns sind drei Ulmenarten heimisch:
  • Bergulme
  • Feldulme
  • Flatterulme.
Da die Arten untereinander und evtl. auch mit anderen Ulmenarten bastardisieren, ist eine Artbestimmung anhand morphologischer Merkmale mit einer großen Unsicherheit verbunden. Oft finden sich an einem Baum die Merkmale verschiedener Arten.

Sowohl die Feldulme als auch die Bergulme leidet sehr an einem Pilz, der von einem aus Nordamerika eingeschleppten Käfer verbreitet wird. Weil der Baum zumeist keine Abwehrstoffe entwickeln kann, stirbt er daran, daß der Pilz die Wasserleitungszellen blockiert.


Weitere Namen

Ulmus minor M.
wissenschaftlich
[ehemalige wissenschaftliche Namen: U. carpinifolia Gled., U. campestris L.]
Feldrüster, Glattrüster, Rusche, Rotulme, Steinlinde
Trivialnamen
Red Elm, Smooth-leaced Elm
Großbritannien
Orne commun
Frankreich
Veldiep
Niederlande

Biologische Daten

Blütezeit
März - April
Früchte reifen
Mai - Juni
Mannbarkeitsalter
30 - 40
Größe
bis 30 m
erreicht ein Alter von
über 100 Jahren

Technische Angaben

Kernholz
ringporig
Dichte (15% Holzfeuchte): 0,70 g/cm³

Weitere Informationen

  • Das Projekt Förderung seltener Baumarten stellt u.a. auch einen Schlüssel zur Unterscheidung der Ulmenarten anhand morphologischer Merkmale zur Verfügung.


Navigation


Arbeiten

  • Brieföffner
  • Tastfiguren
  • Schnitzwerk
  • Klappfiguren
  • Briefkarten
  • Steinod
  • Erinnerungen

Übersicht

  • Arbeiten
  • Grundsätzliches
  • Baumarten
  • Materialien
  • Über mich
  • Bezugsmöglichkeiten
  • Links / Verweise

Impressum

  • Friedhelm Röker
    Kunsthandwerk
    Dänischenhagen

Baumarten

  • Apfelbaum
  • Atlaszeder
  • Bergahorn
  • Bergulme
  • Eberesche
  • Eibe
  • Elsbeere
  • Esche
  • Feldahorn
  • Feldulme
  • Flieder
  • Goldregen
  • Holunder
  • Kirsche
  • Maulbeere
  • Mooreiche
  • Padouk
  • Pfaffenhütchen
  • Robinie
  • Schlehe
  • Spitzahorn
  • Teakholz
  • Wacholder
  • Walnuß
  • Weißdorn
  • Zwetschgenholz
  • Amaranth
  • Felsenbirne
  • Traubenholunder
  • Literaturverzeichnis
  • 2009-02-06